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„DAS FAHRRAD BRINGT DIE LEUT ZSAMM“

Burgenland will Radland Nummer 1 werden. Dafür investiert das Land Burgenland € 25 Mio. in die Infrastruktur in den nächsten fünf Jahren. Für die begleitende Bewusstseinsbildung wurden die essentiellen Parameter für den Alltagsradverkehr in einer Kommunikationsstrategie von katapult entwickelt.

Pärchen hat Spaß beim Radfahren in Innenstadt. Sie am Gepäckträger

5 Workshops, rund 80 Teilnehmende im ganzen Burgenland, eine Vielzahl von Erkenntnissen und einem Kernergebnis: Im Burgenland ist das herzlich Gesellige zu hause. An dieser Identität des Miteinanders soll das Fahrrad als Inbegriff des sozialsten Verkehrsmittels „andocken“. Das Fahrrad als Synonym für das sozialste Verkehrsmittel, das die Menschen noch besser verbindet und das gesellschaftliche Leben stärkt.

Die Positionierung: „Das Fahrrad bringt die Leut zsamm.“ Das Fahrrad ist im Burgenland ein richtiges Nah-Verkehrsmittel, bei dem man sich einfach näher kommt: am Dorfplatz, den Freunden, der Familie und Verwandtschaft, dem Leben im Ort, beim Einkaufen, beim Kaffeehaus, beim Bad bzw. am Weg dorthin.

Christine Zopf-Renner, Radverkehrsbeauftragte vom Land Burgenland,  meint dazu: „Die Kommunikationsstrategie hat uns aufgezeigt, wie wir den Radverkehr in der Identität des Burgenlandes verankern können.“ Ähnlich sieht es Markus Rothensteiner vom Amt der Burgenl. Landesregierung: „Unsere Kommunikationsstrategie hebt hervor, was typisch burgenländisch ist, damit ein weitreichender Imagewandel im Radverkehr einsetzen kann.“

Voraussetzung für eine breitere Akzeptanz ist ein Paradigmenwechsel zu einer neuen, wertschätzenden Sicht auf Fahrrad und RadfahrerInnen im Alltagsverkehr – gerade bei der Zielgruppe der 15-25 jährigen. Damit verbunden ist eine deutliche Verjüngung der Marke Alltags-Radverkehr.

Die Talsohle des Radverkehrs (bis zuletzt geprägt von alten Radfahrenden und Kindern) scheint überwunden und es entwickelt sich ein zartes aber dynamisches Pflänzchen neuer Radfahrende. Ausgehend von nachhaltig orientierten, dem postmateriellen Milieu oder LOHAS zuordenbaren Personen (Jungfamilien, Lehrer, auch Schüler) bringen die „Zuagrasten“ und die wieder „HeimkehrerInnen“ (Studenten, Auslandstätige etc.) und „Neusiedler“neue Verhaltensweisen mit. Auch der starke Radtourismus färbt auf die Mobilitätsgewohnheiten der BurgenländerInnen ab – diese können sich dort gut entfalten, wo Verkehrsberuhigung auf eine Kultur des lebendigen Dorfes trifft.

Die Entwicklung von Markenname, Logo und Corporate Design durch katapult für den Alltagsradverkehr im Burgenland ist im Finish. Das Going Public erfolgt im Frühjahr 2022.

Workshopgruppe Aufstellung nach Affinität Alltagsradverkehr